6 Aktien mit hohem Risiko in einem Handelskrieg

Der eskalierende Handelskrieg von Präsident Trump ist eine besonders schlechte Nachricht für eine Reihe von US-Unternehmen, die bedeutende Umsätze auf dem chinesischen Markt erzielen. US-Aktien, die bei einer Ausweitung des Handelskrieges besonders gefährdet sind, sind diese sechs Large Caps:

  • Archer Daniels Midland Company
  • Deere & Co
  • Nike Inc
  • Apple Inc
  • Yum Brands Inc.
  • Starbucks Corp.

Alle sechs dieser Aktien stürzten am Donnerstag mit dem S&P 500 (SPX) ab. Die gemischten Ergebnisse zeigten eine anhaltende Unsicherheit über den Umfang und die Auswirkungen eines Handelskrieges. Apple, Deere und Starbucks waren um 1 Prozent oder mehr gefallen, Yum! schlossen unverändert und Nike und Archer-Daniels-Midland stiegen sogar um 2 Prozent.

Investoren befürchten, dass China mit seinen eigenen Handelshemmnissen aufgrund des Plans des Präsidenten, Zölle auf chinesische Produkte in Höhe von bis zu 60 Milliarden Dollar zu erheben, zurückschlagen wird. China startete die Eröffnungssalve mit Plänen zur Einführung von Zöllen für amerikanische Waren im Wert von etwa 3 Milliarden Dollar. Das Ausmaß dieser Besorgnis wird durch eine Umfrage der CNBC Fed deutlich, in der 66 % der Befragten sagen, dass die Handelspolitik von Präsident Trump schlecht für das Wirtschaftswachstum ist. Unter den Befragten befanden sich Ökonomen, Fondsmanager und Strategen.

Gegenreaktion der Aktien auf möglichen Handelskrieg

Ein Teil der Reaktion Chinas, sollte Trump seine Zolldrohung umsetzen, könnte darin bestehen, weniger Lebensmittel aus den USA zu importieren und sich stattdessen an andere Nationen zu wenden. Analysten weisen darauf hin, dass Archer-Daniels-Midland, ein führender Verarbeiter von US-Landwirtschaftsgütern, sowie der Landmaschinenhersteller Deere zu den geschädigten US-Unternehmen gehören könnten. China ist der zweitgrößte Absatzmarkt für US-Landwirte. Im Jahr 2016 wurden über 21 Milliarden Dollar an US-Agrarprodukten nach China exportiert.

Förderung von Verbraucherboykotten

Peking hat eine lange Geschichte der Initiierung oder Unterstützung von Verbraucherboykotten zur Unterstützung nationaler Ziele. Dazu gehören der Sportartikelhersteller Nike, der Computer- und Smartphone-Hersteller Apple, der Fastfood-Betreiber Yum! (die Muttergesellschaft von KFC, Taco Bell und Pizza Hut) und die Coffee-Shop-Kette Starbucks. Die Verkäufe japanischer Autos gingen in China im Zuge der Spannungen um die Inselschäden im Jahr 2012 drastisch zurück, wenngleich sie sich einige Quartale später erholten.

Branchen in Gefahr

Die Credit Suisse hat festgestellt, dass die amerikanische Automobil-, Industrie- und Einzelhandelsindustrie unter einem Handelskrieg leiden wird. Dieser betrifft eine grosse Anzahl wichtiger US-Aktien, da sie stark von globalen Lieferketten abhängig sind. Das Ergebnis ist zwangsläufig eine Kombination aus steigenden Vorleistungskosten, bedingt durch Zölle, und eventuell auch Lieferrestriktionen. Unterdessen, wie bei Deere, werden Vergeltungszölle, Einfuhrbeschränkungen oder Boykotte, die von China initiiert wurden, die US-Auto- und Industrieexporte in diesen Markt stark belasten. Während die Credit Suisse davon ausgeht, dass US-amerikanische Technologieunternehmen den Sturm im Allgemeinen überstehen werden, ist Apple ein Paradebeispiel dafür, dass sie heftig darunter leiden könnten.

Zusätzlich zu den US-Farmen mit einem Export von 21 Milliarden Dollar nach China im Jahr 2016 gibt es weitere mögliche Ziele. Diese sind, mit ihren Exporten in 2016 nach China: Flugzeuge, $15 Milliarden, elektrische Maschinen, $12 Milliarden, Maschinen, $11 Milliarden und Fahrzeuge, $11 Milliarden.

U.S. Jobs in Gefahr

Daten des US-Handelsministeriums zeigen, dass etwa 910.000 Arbeitsplätze in den USA durch Exporte nach China, davon 600.000 an Waren und 310.000 an Dienstleistungen abhängig sind. Am Sonntag schickten 45 Wirtschaftsverbände, darunter eine Reihe großer US-Unternehmen, einen Brief an Präsident Trump, in dem sie davor warnten, dass Zölle auf Importe aus China die Verbraucherpreise erhöhen, Arbeitsplatzverluste verursachen und die Aktienkurse schädigen würden.

Wall Street Angst

Das Gleichgewicht des Risikos für Aktien hat sich von der Fed ins Weiße Haus verschoben. In einer jüngsten Fed-Umfrage sagen 75 % der Befragten (darunter Ökonomen, Fondsmanager und Strategen), dass sie sich um einen Handelskrieg sorgen. In Bezug auf die NAFTA geben 80 % der Befragten an, dass der Austritt aus dem Abkommen für die USA negativ wäre, während 48 % angeben, dass es sehr negativ wäre.

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