Mit ETFs bei Investitionen international profitieren

Warum sollten Anleger mit internationalen ETFs diversifizieren?

Unabhängig vom Wohnort haben Investoren oft eine Präferenz für Geldanlagen in der Heimat. Expats und Auswanderer neigen dazu, ihre Vermögenswerte in ihrem Heimatland zu verteilen. So würde beispielsweise ein amerikanischer Investor mit extremer Heimatveranlagung wesentliche Teile seines Portfolios für US-Aktien und Treasuries verwenden und somit die Chancen in den außeramerikanischen Märkten verpassen.

Exchange Traded Funds (ETFs) können Investoren helfen, ihren Horizont effektiv zu erweitern und gleichzeitig die Portfoliodiversifikation zu erhöhen. Während der Zugang zu den internationalen Aktienmärkten für viele Anleger schwierig sein kann, sind internationale ETFs zunehmend kosteneffizienter und einige bieten den Anlegern die Möglichkeit, Tausende von Aktien aus Dutzenden von Ländern zu erwerben. Hierdurch entfällt die Notwendigkeit für den Anleger, sich intensiv mit den Wertpapieren in anderen Ländern auseinanderzusetzen.

Wie viel internationale Diversifikation reicht aus?

Sobald sich ein Investor entscheidet, außerhalb seines Heimatlandes zu investieren, stellt sich die Frage: Wie viel? Fondsmanager nennen unterschiedliche Werte. Die grundlegende Finanztheorie legt nahe, dass Investoren ihr Portfolio nach der Marktkapitalisierung verschiedener Länder aufteilen sollten. Dieser Ansatz würde jedoch erfordern, dass die Anleger den Schwankungen der internationalen Märkte große Aufmerksamkeit schenken und ein entsprechendes Gleichgewicht herstellen.

Für Anleger, die nach einer einfacheren Faustregel suchen, empfiehlt es sich, etwa 40 % der Aktienallokation ihres Portfolios auf internationale Unternehmen und etwa 30 % ihres festverzinslichen Portfolios auf internationale Anleihen zu verteilen, um alle Vorteile der Diversifizierung zu nutzen.

Anleger können diese Aufteilung über eine Reihe von Finanzinstrumenten durchführen. ETFs und Investmentfonds haben den Vorteil, dass sie nach Unternehmen und/oder Branchen diversifiziert werden. Traditionell weisen internationale Fonds höhere Kostenquoten auf als inländische Äquivalente, aber die Bemühungen der ETF-Emittenten, die Gebühren als Mittel zur Gewinnung von Vermögenswerten zu senken, erstrecken sich auch auf internationale Produkte. Im Jahr 2016 waren vier der zehn besten ETFs kostengünstige internationale Aktienfonds. Letztes Jahr stieg diese Zahl auf fünf.

Investitionen in Schwellenländern

Wenn sich Investoren vom US-Markt abwenden, beginnen sie in der Regel mit anderen entwickelten Märkten, wie Japan und Großbritannien, oder mit Fonds, die entwickelte Marktindizes verfolgen, wie beispielsweise dem weit verbreiteten MSCI EAFE Index.

Umgekehrt können Anleger ihr Aktienengagement auch auf Schwellenländer oder Länder wie China, Indien und Brasilien ausdehnen, die noch immer auf dem globalen Markt sind. Die Schwellenländer weisen einige der am schnellsten wachsenden Volkswirtschaften der Welt auf.

Während die Schwellenländer in der Regel volatiler sind als ihre entwickelten Konkurrenten, kann eine Investition in sie für Anleger, die das Risiko verkraften können, sinnvoll sein. Aktien aus Schwellenländern weisen in der Regel geringe Korrelationen mit entwickelten, internationalen Aktien auf, was sie zu einer potenziellen Lösung für Anleger macht, die ihre Portfolios diversifizieren wollen.

Anleger, die ihre Portfolios in Schwellenländer diversifizieren wollen, sollten darauf achten, angemessene Risiken einzugehen – und sicherstellen, dass sie für diese Risiken angemessen entschädigt bleiben. Anleger, die bereit sind, die zusätzliche Volatilität von Investitionen in Schwellenländern in Kauf zu nehmen, sollten darauf achten, ihr Länder- und Branchenengagement zu erweitern und gleichzeitig darauf achten, die Schwellenländer im Allgemeinen nicht zu übergewichten. Die Schwellenländer machen insgesamt etwa 30 % der internationalen Märkte aus, wobei die Anleger den Schwellenländern je nach Bedarf und gewünschtem Ergebnis unterschiedliche Beträge zuweisen können.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Investoren, die außerhalb des Heimatlandes investieren, mehr Möglichkeiten haben als je zuvor. Während es für einen Investor, der auf der Suche nach dem optimalen Portfolio ist, wichtig ist, sich außerhalb seines Heimatlandes zu diversifizieren, ist es auch wichtig, dass er die entsprechenden Untersuchungen darüber durchführt, was diese Diversifikation tatsächlich bedeutet.

Für viele Anleger sollte eine Allokation zwischen 20 % und 40 % auf internationale Wertpapiere ein angemessenes Maß an Diversifikation bieten und gleichzeitig die Volatilität und andere Überlegungen angemessen kontrollieren..

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