Der Krankenversicherungsvergleich rechnet sich

Krankenversicherungsoptionen in 2019

Deutschland hat den Ruf, eines der besten Gesundheitssysteme der Welt zu haben und seinen Bewohnern eine umfassende Krankenversicherung anzubieten. Etwa 85 % der Bevölkerung sind Pflichtmitglieder oder freiwillige Mitglieder des öffentlichen Gesundheitswesens, während der Rest privat krankenversichert ist. Die Krankenversicherungsreform von 2007 verlangt, dass alle in Deutschland lebenden Menschen zumindest für eine stationäre und ambulante medizinische Versorgung versichert sind. Dazu gehören auch die Schwangerschaft und bestimmte medizinische Untersuchungen.

Die Kosten des deutschen Gesundheitswesens sind immens und steigen aufgrund der demographischen Entwicklung sowie der Inflation der medizinischen Kosten stetig an. Die jüngsten Reformen haben versucht, die Wettbewerbsfähigkeit der Krankenhäuser zu erhöhen und damit die Kosten für die gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV) zu senken.

Die Einführung des Gesundheitsfonds ist zum 1. Januar 2009 in Kraft getreten. Die Folgen waren für alle spürbar: Die jetzigen 110 Krankenkassen behaupten, dass die pro Kopf ausgeschütteten Beträge nicht ausreichen, um die Kosten zu decken. Eine Reihe der Kassen haben bereits Insolvenz angemeldet oder mit anderen Kassen fusioniert. Ihre Mitglieder dürfen natürlich in eine andere Kasse wechseln.

Wie in Deutschland üblich, wurden am 1. Januar 2019 zwei Reformen gleichzeitig in Kraft gesetzt. Zum einen geht es darum, die Krankenkassenprämien für die Mitarbeiter zu senken: GKV-Versichertenentlastungsgesetz (GKV-VEG), das ihnen hilft, jedes Jahr ein paar Euro einzusparen, weil der Arbeitgeber nun wieder gezwungen ist, 50 % der gesamten Krankenkassenbeiträge zu zahlen, eine Wende gegenüber der vorherigen Reform, die den Betrag, den die Arbeitgeber leisten mussten, begrenzte. Die Krankenkassen können von ihren Mitgliedern weiterhin eine zusätzliche Zahlung zur Deckung ihrer Kosten verlangen. Da der angegebene Medianprozentsatz im Jahr 2019 etwa 0,9 % beträgt, bedeutet dies, dass die Summe bei der Mehrheit der Kassen 15,5 % des Bruttogehalts beträgt.

Die zweite Reform – das Pflegepersonal-Stärkungsgesetz (PpSG) – betrifft die Pflegepflichtversicherung, die sich aufgrund notwendiger Verbesserungen bei der Bezahlung und der längst überfälligen Zahl der Pflegekräfte in einen Alptraum mit deutlich höheren Kosten verwandelt. Der Effekt ist ein Anstieg von 0,5% (max. Kosten 150 € pro Monat) gegenüber 2018 (max. Kosten 123 € pro Monat).

Weitere Reformen werden voraussichtlich dazu führen, dass die Prämien weiter steigen und die Leistungen weiter rationiert werden.

Drei Möglichkeiten zur Auswahl

Sie haben drei Möglichkeiten der Krankenversicherung mit Wohnsitz in Deutschland: die staatliche Krankenversicherung (GKV), die private Krankenversicherung einer deutschen oder internationalen Versicherung (PKV) oder eine Kombination aus beidem. Sie können sich für eine Komplettversicherung entscheiden, wenn Ihr Einkommen über einem bestimmten Schwellenwert liegt oder Sie selbstständig sind. Den besten Dienstleister für die staatliche Krankenversicherung zu finden oder die am besten geeignete Deckung bei einer privaten Krankenversicherung zu einem wettbewerbsfähigen Preis zu finden, ist nicht immer einfach, aber den Aufwand wert. Eine gute Möglichkeit hierzu findet sich auf guenstige-Krankenversicherung.de.

Da Menschen andere Anforderungen oder Erwartungen an die Krankenversicherung haben, ist es wichtig, das System zu verstehen, um den am besten geeigneten Plan herauszufiltern.

Die Krankenversicherung ist keine Ware, sondern eine wichtige finanzielle Unterstützung in Zeiten von Krankheiten oder nach einem Unfall.

Einige Krankenversicherungen bieten weniger Deckung als andere und der Umfang und die Qualität der Allgemeinen Geschäftsbedingungen sind von größter Bedeutung.

Gesetzliche Krankenversicherung (GKV)

Die meisten deutschen Einwohner (ca. 70 Millionen Menschen) sind Mitglieder des staatlichen Gesundheitssystems. Wenn Ihr Bruttogehalt im Jahr 2019 weniger als 60.750 Euro pro Jahr oder 5.063 Euro pro Monat beträgt, ist die Mitgliedschaft im GKV obligatorisch. Die staatliche Krankenversicherung wird von 110 Krankenkassen verwaltet und berechnet den gleichen Basistarif von 14,6 % zuzüglich eines möglichen Zuschlagssatzes von 0,9 % Ihres zuschussfähigen Bruttogehalts mit einer Obergrenze von maximal 4.538 Euro Monatseinkommen (Zahlen 2019). Wenn Sie mehr verdienen, zahlen Sie keine höhere Versicherungsprämie. Bei einer maximalen monatlichen Krankenversicherungsprämie von 720 Euro als Arbeitnehmer, der an oder über der Schwelle verdient und somit freiwilliges Mitglied ist, beträgt der Eigenbeitrag ca. 360 Euro, während Ihr Arbeitgeber die restlichen 360 Euro zahlt. Die allgemeine Mindestdauer der Mitgliedschaft bei einer bestimmten Krankenkasse beträgt 18 Monate. Sie können den Anbieter der gesetzlichen Krankenversicherung wechseln, indem Sie nach 18 Monaten Mitgliedschaft mit einer Frist von zwei Monaten kündigen oder wenn eine zusätzliche Prämie erhöht wird.

Zu den angebotenen medizinischen Leistungen gehören die stationäre (Krankenhaus-)Versorgung als Stationspatient mit dem im nächsten Krankenhaus tätigen Arzt, die ambulante Versorgung durch Kassenärzte und die zahnärztliche Grundversorgung. Bitte beachten Sie, dass es keine Deckung für Privatärzte oder Chirurgen, ein privates Zimmer im Krankenhaus, alternative/homöopathische medizinische Versorgung, Zahnmedizin über das Wesentliche hinaus und Sehhilfen für Erwachsene oder medizinische Leistungen außerhalb Europas gibt. Ihre nichterwerbstätigen Angehörigen, die an Ihrer Adresse in Deutschland wohnen, sind derzeit kostenlos versichert und müssen lediglich bei der gleichen Krankenkasse wie Sie selbst als zahlender Versicherter registriert sein.

Wenn Sie sich für den Beitritt zum System der GKV entscheiden, können Sie sich bei jeder der 110 Krankenkassen anmelden. Einige (z.B. AOK, TK, SBK, BEK, DAK) sind sehr groß und haben Millionen von Mitgliedern, während andere (oft BKKs genannt) nur wenige tausend Mitglieder haben könnten. Das bedeutet nicht, dass die Leistungen sehr unterschiedlich sind, denn alle Krankenkassen müssen sich an die gesetzlichen Vorschriften über die von ihnen angebotenen Mindestleistungen halten. Auch die Prämien können aufgrund sich ändernder Vorschriften etwas variieren und es wäre auch optimal, zu recherchieren, welche freiwilligen Zusatzprogramme die Krankenkasse anbietet, um z.B. an einem Schadenfreiheitsrabatt, kostenlosen Vorsorgeuntersuchungen oder Rabatten auf Zusatzversicherungen teilnehmen zu können.

Auch Sie und Ihre Angehörigen müssen Mitglied der Pflegepflichtversicherung werden. Dies deckt einen Teil der Kosten für die Deckung des persönlichen Pflegebedarfs, wie z.B. die Ernährung und das Baden von Menschen, die erheblich behindert werden. Durch die großen Reformen des Pflegesystems in den Jahren 2017 und 2019 ist es zu einem weiteren Anstieg der Kosten gekommen. Die Kosten betragen entweder 3,05 % (oder 3,3 %, wenn Sie keine Kinder haben) Ihres Bruttogehalts (maximal ca. 150 EUR pro Monat), von denen Ihr Arbeitgeber nur bis zu 69 EUR zahlt.

Dies ergibt eine maximale Gesamtsumme von ca. 870 Euro pro Monat, wenn Sie als Angestellter 4.538 Euro oder mehr verdienen. Ihr Arbeitgeber trägt ca. 429 Euro bei. Ihr unterhaltsberechtigter Ehepartner und Kinder mit Wohnsitz in Deutschland sind in Ihrer Mitgliedschaft ohne zusätzliche Kosten enthalten.

Wenn Sie eine Versicherungsdeckung zur Ergänzung der staatlichen Leistungen wünschen, können Sie eine Police bei jeder privaten Krankenkasse im In- und Ausland abschließen. Dies empfiehlt sich, wenn Sie Zugang zu und Erstattung der Kosten für einen Privatarzt und ein Privatzimmer im Krankenhaus, Homöopathie und andere alternative Behandlungen oder höhere Zahnersatzleistungen wünschen. Auch die Evakuierung aus dem Ausland, die im Rahmen einer privaten Reiseversicherung versichert ist, sollte in Betracht gezogen werden, da diese nicht von der gesetzlichen Krankenversicherung übernommen wird und es sehr kostspielig wäre, diese Leistungen aus eigener Tasche bezahlen zu müssen.

Die gesetzlichen Krankenkassen bieten manchmal Zusatzversicherungen eines bestimmten Anbieters an, die einen Gruppenrabatt anbieten. Solche gebundenen Pläne sind nicht immer ideal, da Sie auf dem privaten Krankenversicherungsmarkt eine größere Auswahl an Leistungen haben.

Private Krankenversicherung (PKV)

Private Krankenversicherungen bieten eine größere Auswahl an medizinischen und zahnärztlichen Behandlungen und bieten im Allgemeinen eine breite geografische Abdeckung. Mit einer privaten Krankenversicherung gelten Sie als Privatpatient und können ein höheres Leistungsniveau von der Ärzteschaft erwarten. Die Krankenhäuser und Ärzte sind bis zu einem gewissen Grad auf Privatpatienten angewiesen, die ihr Einkommen aufbessern und sie daher willkommen heißen. Der private Krankenversicherungsmarkt wird von rund 40 deutschen Versicherungsgesellschaften bedient. Die Kosten der privaten Krankenversicherung pro Person richten sich nach der Höhe der gewählten Leistungen, dem Eintrittsalter und den bereits bestehenden Krankheiten. Ein großer Teil (bis zu 80%) der Prämien der privaten Krankenversicherung ist seit 2010 auch von den Steuern absetzbar.

Die staatliche Versicherungsprämie deckt Sie und alle Ihre nicht erwerbstätigen Angehörigen, während die private Krankenversicherungsprämie in der Regel für jede versicherte Person gezahlt wird. Sie können die monatlichen Kosten Ihrer Privatversicherung senken, indem Sie einen Selbstbehalt vereinbaren.

Wenn Sie den Abschluss einer Auslandskrankenversicherung als Ersatz für das staatliche System in Betracht ziehen, könnte dies unter Umständen sehr stressig werden, da die meisten ausländischen Versicherungsgesellschaften nicht bei der BaFin registriert sind, um in Deutschland Geschäfte zu tätigen. Der Gesetzgeber besteht darauf, dass es keine Obergrenzen für die Erstattungshöhe und keine jährlichen Selbstbehalte über 5.000 Euro geben darf. Weitere Fragen betreffen die Berechnung der Versicherungsprämien.

Zusatzinformationen für Angestellte

Sie können anstelle der staatlichen Krankenversicherung eine private Krankenversicherung (PKV) wählen, wenn Ihr Bruttogehalt über 60.750 Euro pro Jahr liegt (Zahlen 2019). Auch Selbständige, deutsche Beamte und Teilzeitbeschäftigte mit einem Einkommen von weniger als 450 Euro pro Monat haben diese Möglichkeit.

Wenn Sie sich derzeit in der gesetzlichen Krankenversicherung befinden und beginnen, mehr als 60.750 Euro pro Jahr zu verdienen, können Sie mit einer Frist von zwei Monaten in eine private Krankenversicherung wechseln, weil Sie nicht mehr obligatorisch Mitglied der GKV sind oder im öffentlichen System mit dem Status eines freiwilligen Mitglieds bleiben und die maximale Prämie zahlen.

Wenn Sie in Deutschland privat versichert sein möchten, müssen Sie die Personalabteilung Ihres Unternehmens umgehend informieren, um mögliche Verwechslungen zu vermeiden. Andernfalls werden Sie möglicherweise automatisch in das gesetzliche System aufgenommen. Es liegt in Ihrer Hand und Ihr Arbeitgeber darf Ihre Wahlfreiheit zwischen den verschiedenen Krankenkassen oder privaten Krankenkassen nicht einschränken.

Wenn Sie eine private Krankenversicherung bei einer deutschen Krankenkasse abschließen, die eine vom Bund anerkannte Bescheinigung vorlegt (§ 257 SGB V Arbeitgeberbescheinigung), können Sie die gleichen Arbeitgeberzuschüsse in Anspruch nehmen. Das entspricht ca. 350 Euro pro Monat Arbeitgeberzuschuss zu den Kosten Ihrer privaten Krankenversicherung und bis zu 69 Euro für Ihre private Pflegeversicherung. Wenn eine solche Bescheinigung nicht vorgelegt wird, hat Ihr Arbeitgeber die Möglichkeit, ist aber nicht verpflichtet, Sie für einen Teil der Kosten Ihrer Krankenversicherung zu entschädigen. Die meisten deutschen Arbeitgeber verlangen nun diese Bescheinigung als Nachweis, dass Ihre Versicherungsleistungen den Vorschriften entsprechen.

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